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Liedgut

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ist eine Konzert-Reihe, die sich vor allem mit der Entwicklung der (Kunst)-Lied-Komposition im 20. Jahrhundert beschäftigt.FrontCover1200

Auch eine erste CD-Aufnahme von Juli diesen Jahres mit der Musik des ersten Programms wird am 22.Oktober im Rahmen des ersten Konzertes vorgestellt. Der Titel ist Natur und Nacht. Für die Aufnahmetechnik und- produktion steht Maria Suschke.

Diese CD ist  bei primTON erhältlich sowie  in allen relevanten webshops (finetunes, itunes ...) und  im Einzel-Handel. Weitere Veröffentlichungen sind geplant.
Die Programme sind nicht streng chronologisch. Sie verweisen auch auf andere Epochen, ländertypische Aspekte oder biographische Besonderheiten der Autoren.

Besonders am Herzen liegt uns die Verbindung von Liedschaffen, Dichtkunst und Darstellung.

 

Konzertübersicht

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Natur und Nacht

bei den Wartenberger Konzerten

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Kirche zu Wartenberg 

Falkenberger Chaussee 93
13095 Berlin

Mi. 09.02.2011, 19.30 Uhr 

Rita Anton, Sopran 
Lutz Pfingsten, Tenor 
Heiko Holtmeier, Klavier 
Rezitation: Maria Jany 


Lieder von 
Alban Berg, Rudi Stephan, Hugo Wolf 
Richard Strauss, Franz Schreker

Gedichte von 
Theodor Fontane, Wilhelm Busch 
Erich Kästner und Rainer Maria Rilke

Karten

Vorverkauf: Alle Theaterkassen

 Eintritt (Abendkasse)
12,- EUR, erm. 9,- EUR 

Karten-Reservierung: 
Tel. 030 / 61 28 04 61 
E-Mail:  karten@auris-berlin.de


Presseinfo / Service: 

AURIS Musik Management 
Petra Hildebrand-Wanner 
Tel. 030 / 61 28 04 61 
E-Mail:  info@auris-berlin.de


 

 
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 Natur und Nacht

Lieder des Übergangs

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Rita Anton, Sopran
Lutz Pfingsten,  Tenor
Heiko Holtmeier,  Klavier
Maria Jany, Rezitation

Begleittext zu den Musik-Werken



Hugo Wolf Auf einer Wanderung Eduard Mörike

Theodor Fontane

Frühling


Hugo Wolf

Im Frühling

Eduard Mörike

 

Franz Schreker

Entführung

Stefan George

Ernst Stadler

Frühlingsnacht


Johannes Trojan

Der Rosenzweig

 

Franz Schreker

Umsonst

Paul Heyse

 

Sigfrid Karg-Elert

5  Impressionen für Klavier 





Rudi Stephan Sieben Lieder nach verschiedenen Dichtern


 

 

Pause


 

Rudi Stephan

"Ich will Dir singen ein Hohelied"

Gerda von Robertus
  

Richard Strauss

Die Georgine

Hermann von Gilm

Wilhelm Busch

Das traurige Röslein


Erich Kästner

Der dreizehnte Monat


Richard Strauss

Cäcilie

Heinrich Hart
 

Alban Berg

Die Nachtigall

Theodor Storm

Georg Trakl

Sommersonate


Gottfried Benn

Blaue Stunde


Alban Berg

Nacht

Carl Hauptmann

Aban Berg

Sommertage


 

Sigfrid Karg-Elert

5  Impressionen für Klavier


 

Richard Strauss

Nacht

Hermann von Gilm

R.M. Rilke

Neue Sonne

(Werke II,24)

Richard Strauss

Morgen

John Henry Mackay

 


 


 
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Unglückliche Liebe

Michelangelo

Die Tatsache, dass das Objekt seiner Verehrung gleichgeschlechtlich war, wurde in der Rezeptionsgeschichte teilweise schlicht unterschlagen, bis hin zur Fälschung der Dichtungen in verschiedenen Übersetzungen. War das Sonett als Gedichtform doch zumeist eine Form der normalen Liebeslyrik. Aber wir wollen Michelangelo hier keineswegs zur schwulen Ikone stilisieren. Er steht in diesem Programm vor allem als Vertreter des Humanismus und als einer der größten Renaissance-Künstler.

 

David

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war auch für Michelangelo nicht nur ein schöner junger Mann. Die natürliche Schönheit zu preisen gehörte in der Renaissance einfach dazu.
Erinnern wir uns, dass David eine biblische Figur war, die gegen Goliath gekämpft und gewonnen hat.
Er stellt also auch ein Prinzip dar:
Der unscheinbare Hirte sieht sich vor einer schier unlösbaren Aufgabe und gewinnt durch Geschicklichkeit, Intelligenz und nicht zuletzt Ökonomie. 

Politisch kann man ihn  als Symbol für die Emanzipation der Republik Florenz gegenüber den Monarchien Neapels und Mailands deuten. (-->Donatellos David

 

 

 

 

 

 

Dowland 

war interessiert an den italienischen Meistern seiner Zeit und hat mit seinen Books of Songs ein Oeuvre geschaffen, dass auch im 20. Jahrundert noch die englischen Komponisten beeindruckt und beeinflusst hat.

Britten

hat mit seinen Winter Words und den Sieben Michelangelo-Sonetten seiner privaten Beziehung zu Peter Pears eine Denkmal gesetzt. Beide Werke sind in sehr schönen Einspielungen immer noch erhältlich in der ursprünglichen Besetzung Pears/Britten.

Nie hat Britten sich verleiten lassen, seine Beziehung plakativ zu demonstrieren. Eine Exaltiertheit a la W.H. Auden, bei dem er während seines Amerikaaufenthaltes mit Pears zu Gast war, widersprach absolut seinem Charakter.
Wo eine homosexuelle Beziehung in den Sieben Michelangelo-Sonetten durchscheint betont Briitten ausdrücklich den ideelen Charakter und die tiefe geistige Verbundenheit Michelangelos mit Cavalieri. Das geschieht  schon durch die Gedichtauswahl.
So ist die Britten/Pears Interpretation eher gegennzeichnet von einer ans Schroffe grenzenden Männlichkeit.    Lutz Pfingsten